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Rückspiegel: Groupoogle, WikiLeaks und Vorurteile

Google’s Groupon-Deal geplatzt, vorerst.

Die Gerüchteküche  brodelte in der vergangenen Woche förmlich, als durchdrang, dass Google mit einem möglichen Kauf von Groupon einen weiteren strategischen Grundstein als Plattform für lokale Vermarktung legen könnte. Erste Gerüchte lagen bei einem möglichen Angebot von 2.5 Milliarden USD, die sich im Verlauf der Woche auf mindestens 5 Milliarden noch einmal verdoppelte. Wie die Chicago Breaking Business unter Berufung auf Verhandlungsteilnehmer am Freitag berichteten, ist der Deal wohl trotz Mountain Views schindelerregenden Angebot vorerst auf Eis gelegt, Groupon nach wie vor unabhängig und wir werden wohl noch bis in das kommende Jahr hinein warten müssen, um zu sehen wie es mit dem Vorhaben weiter geht. Rückenwind für die Chicagoer sieht die TechCruch vor allem durch die eigenen Zahlen, da der nun bekannt gewordene  Jahresumsatz von Groupon bei etwa 2 Milliarden USD liegen soll.
Im Schatten der geplatzten „Elefanten-Hochzeit“ kamen im Laufe der Woche ähnliche Gerüchte um eine weitere strategische Partnerschaft ans Tageslicht – in diesem Fall zwischen Amazon und Living Social. Allerdings wurde, im Gegensatz zum geplatzten Groupon-Deal, eine 150 Millionen USD schwere Finanzspritze inzwischen bestätigt. Mehr dazu und eine kleine Gegenüberstellung der Portale Groupon, Living Social und BuyWithMe hier.

Ego-Search süß-sauer.

Dass der Bundesaußenminister, insbesondere dem Englisch-sprachigen Ausland gegenüber, als durchaus „seltsam“ erscheinen mag, wird hierzulande niemanden bei den letzten Veröffentlichungen von WikiLeaks überrascht haben. Interessanter scheint hier was die Whistle-Blower-Plattform über die Hintergründe zu Google’s Pull-Out aus dem Reich der Mitte beiträgt.
Nicht nur, dass die Kommunisten in Nadelstreifen scheinbar mit Hacking-Angriffen auf GMail-Accounts gezielt Jagd auf Dissidenten machen wollten – scheinbar kam es auch durch Google’s laxe Zensurwilligkeit zu Unstimmigkeiten zwischen Peking und Mountain View. Wie bekannt wurde, war 2009 auf der chinesischen Startpage ein Link zur weitgehend unzensierten US-Seite zu finden. Als hierauf hin ein Mitglied des Politbüros seinen eigenen Namen googelte und auf kritische Suchergebnisse stieß, war der Eklat perfekt und die drei größen chinesischen Telekom-Firmen wurden angewiesen ihre Geschäftsbeziehungen mit Mountain View zu beenden.

Bashing der Woche: SEO vs. SEM

Zu einem unterhaltsamen Schlagabtausch kam es in der letzten Episode des PPC Rockstars Podcast als SEM-Urgestein David Szetela und der SEO Rand Fishkin aufeinander trafen, um sich gehörig die Vorurteile um die Ohren zu dreschen.  Als Vertreter des SEM-Lagers werden wir an dieser Stelle zugeben müssen, dass SEO ein Vielfaches des SEM-Traffic  bringen kann. Schade nur, dass bei gut gemachter SEO-Arbeit immer noch jemand über der organischen Top-Position rankt – und das mit präziserem Targeting und rosa hinterlegt.  ;)
Wer die Sendung anhören bzw. wissen möchte warum die offizielle Disney-Website lange für den Suchbegriff “exit” an oberster Position der organischen Suche gerankt wurde, kann dies bei Webmaster Radio FM tun.